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23.10.2017

Lebendige Innungsversammlung an der Jagst

Die Oktoberversammlung der Elektro-Innung Schwäbisch Hall-Crailsheim zeigte die Bandbreite der Betriebsinhaber im E-Handwerk auf. Zentraler Baustein der Veranstaltung war ein Vortrag des Fachverbands zur Kalkulation und Preispositionierung.

Bild: FV EIT BW

Bereits der Beginn der Veranstaltung in Kirchberg an der Jagst verdeutlichte, dass die Innung im Nordosten Baden-Württembergs eine Besonderheit im männerdominierten E-Handwerk aufweist. Obermeisterin Monika Schaffner begrüßte die Teilnehmer und leitete gekonnt durch die Veranstaltung. Die interessante Durchmischung der anwesenden Innungsmitglieder war aber nicht nur wegen weiterer Frauen im Publikum, sondern auch bei den männlichen Mitstreitern sichtbar. Von jung bis alt, vom Einmannbetrieb bis zur expandierenden GmbH, vom Altbausanierer bis zum Neubauspezialisten, von Neumitgliedern bis zu Altgedienten, zeigte die Innungsversammlung das breite Spektrum der E-Handwerksbetriebe auf.

Gemeinsamkeiten, Ehrung und Ausbildungsverantwortung
Das Beispiel zeigt jedoch: Betonen die Verantwortlichen nicht die Unterschiede sondern die vorhandenden Gemeinsamkeiten, entstehen positive Synergien, von denen jedes einzelne Innungsmitglied profitieren kann. Passend zum lebendigen Innungsgeschehen ehrte die im vergangenen Jahr gewählte Obermeisterin ihren Vorgänger Walter Kochendörfer für dessen 20-jährige Ehrenamtstätigkeit in der Innung mit der silbernen Ehrennadel des Fachverbands. Rainer Schüttler als Vorsitzender und Jutta Schneider als engagiertes Mitglied des Gesellenprüfungsausschusses berichteten zum Prüfungsgeschehen rund um die letzte Teil-1-Prüfung. Da die Leistungen teils sehr gute waren, einige der Prüfungsteilnehmer aber auch erhebliche Schwächen offenbarten, sendeten beide einen Appell an die Ausbildungsbetriebe. Die heutige Generation an Heranwachsenden benötigte gerade in der ersten Ausbildungshälfte die bestmögliche Unterstützung ihrer Betriebe. Dazu gehöre es beispielsweise auch Brettmontagen oder Messungen vorab im Betriebe zu üben.

Fachverband unterstützt Betriebe bei der Endkundenansprache
Passend dazu wählte Schaffner ein Vortragsthema aus, das für alle E-Handwerksbetriebe  wichtig ist und durch sich verändernde Vertriebsstrukturen noch bedeutender wird. Steffen Ellinger vom Fachverband informierte darüber, wie sich die bevorstehenden Digitalisierungsprozesse auf die Kalkulation der Stundenverrechnungssätze im E-Handwerk auswirken können. Es sei zu befürchten, so der Berater für Bildung und Unternehmensführung, dass das Material zunehmend am E-Handwerk vorbei den Weg zum Kunden findet. Besonders wichtig sei es daher, im direkten Kontakt zu den Endkunden durch eine hohe Beratungskompetenz und Serviceleistungen zu überzeugen. Da die von den E-Handwerksbetrieben erbrachte Leistungsqualität auch ihren Preis hat, erhielten alle anwesenden Innungsmitglieder eine Vorabversion des neuen Kalkulationsflyers des Fachverbands. In diesem wird Endkunden erklärt, sie sich die vielfältigen betrieblichen Kosten auf den Preis einer Monteurstunde auswirken. Anregungen des Referenten zur strategischen Preispositionierung von Innungsfachbetrieben und engagierte Teilnehmerbeiträge rundeten den als „Austausch“ anmoderierten Vortrag ab.

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