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17.02.2022

IT-Prüfung: Bundesweiter Workshop in Stuttgart

Mitte Februar fand im Elektro Technologie Zentrum (etz) ein hybrider Workshop zur neuen Prüfungsform Betrieblicher Projektauftrag im Ausbildungsberuf Informationselektroniker statt.

Bild: FV EIT BW

Experten aus zahlreichen Landesverbänden nahmen teil.

Ein wichtiges Veranstaltungsziel war, das in der bundesweiten E-Handwerksorganisation noch wenig bekannte Prüfungsformat vorzustellen. Beim neuen Ausbildungsberuf des Elektronikers für Gebäudesystemintegration ist dieses verbindlich als Kundenauftrag vorgesehen. Beim Informationselektroniker ist es als zeitlich etwas schmalere Variante eingeplant. Erstmals angewendet wird das neue Format bei der Teil-2-Prüfung im Winter 2024/2025.

Praktische Einblicke vor Ort
Bei der von Paul Seifert vom ZVEH moderierten Veranstaltung nutzten einige Landesvertreter ihre Vor-Ort-Präsenz auch für direkte, persönliche Einblicke in das laufende Prüfungsgeschehen im etz. Die meisten Teilnehmer waren jedoch online zugeschaltet. Der Impuls zum Veranstaltungsformat ging vom erfahrenen Wolfgang Ritt (etz) aus, der auch maßgeblich die neue Ausbildungsordnung des Elektronikers für Gebäudesystemintegration bundesweit mitgestaltete.

Gute Erfahrungen in Stuttgart
Ritt sowie der engagierte Stuttgarter Gesellenprüfungsausschuss-Vorsitzende der Elektroniker Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik (FR ITT) Andreas Baumann ließen die Kollegen aus den anderen Bundesländern an ihren praktischen Prüfungserfahrungen teilhaben und verdeutlichten die vielen Vorteile der bei IHK-Ausbildungsberufen längst üblichen Prüfungsform "Betrieblicher Auftrag". Zudem erarbeiteten die Workshop-Teilnehmer wesentliche Grundlagen für einen neuen IT-Prüfungsleitfaden.

Information stand im Vordergrund
Auch wenn gleichwertige Ausbildungs- und Prüfungsstandards im gesamten Bundesgebiet wünschenswert wären, hatte die Vorstellung des neuen Prüfungsformates keinen verbindlichen Charakter. Mit Blick auf die unterschiedlichen Lehr- und Lernvoraussetzungen in den Ländern hatten die jeweiligen IT-Ausbildungsspezialisten schon bei den Sitzungen zur Neuausrichtung des Informationselektroniker-Berufs vereinbart, dass neben dem betrieblichen Projektauftrag auch weiterhin klassisch in der Montagebox (oder Brett) geprüft werden darf.

Baden-Württemberg will betrieblichen Auftrag
In Baden-Württemberg besteht allerdings schon seit Herbst vergangenen Jahres Einigkeit darüber, dass es beim neuen Informationselektroniker mit seinen vier verschiedenen betrieblichen Einsatzgebieten keine „Teil-2-Einheitsprüfung am Brett“ geben soll. Die beiden Gesellenprüfungsausschüsse in Karlsruhe und Stuttgart haben sich daher bereits frühzeitig für das neue Prüfungsformat ausgesprochen. Auch in den anderen Bundesländern fanden sich Sympathisanten für die Anwendung des betrieblichen Projektauftrags im Teil 2 der Gesellenprüfung.

Austausch und weitere Informationen hilfreich
Unabhängig von der letztendlichen Positionierung in den Landesverbänden schätzten die Beteiligten die interessanten Einblicke sowie den kollegialen Austausch untereinander. Im Sommer 2022 ist ein weiteres Treffen geplant. Ziel ist dann unter anderem, den begonnen Prüfungsleitfaden für den Informationselektroniker-Beruf zu komplettieren. Die IT-Ausbildungsbetriebe erhalten rechtzeitig vor der ersten Teil-1-Prüfung nach neuer Ausbildungsverordnung (Sommer 2023) vertiefende Informationen zur aktuellen Gesellenprüfungsorganisation in ihrem Handwerk.

Ansprechpartner

Berater Bildung / Unternehmensführung
Steffen Ellinger

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