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23.08.2017

Höchststand bei E-Auto-Prämie

Bei den Förderanträgen für die E-Auto-Prämie gab es im Juli einen Höchststand. Da sich das Angebot an E-Fahrzeugen nicht geändert hat, könnte dies auch eine Auswirkung des Dieselskandals sein. Dafür sprechen auch die Absatzzahlen bei Dieselfahrzeugen.

Bild: Naypong - Shutterstock / ArGe Medien im ZVEH

Auto-Käufer können seit Mitte 2016 beim » Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) den Umweltbonus (Antrag auf Förderung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen) beantragen. Als Kaufanreiz gibt es 3.000 Euro für ein Plug-in-Hybrid und 4.000 Euro für ein reines E-Auto. Das Geld kommt zur einen Hälfte vom Autohersteller, zur anderen Hälfte vom Bund.

Das BAFA veröffentlicht in regelmäßigen Abständen Statistiken zu den Anträgen für die E-Auto-Förderprämie. In der Zwischenbilanz vom 31. Juli 2017 spricht das Ministerium vom Juli als Rekordmonat: Nachdem in den Vormonaten jeweils um die zweieinhalb Tausend neue Anträge eingereicht wurden sind es im Juli mehr als dreieinhalb Tausend gewesen. Die Zwischenbilanz kann » hier nachgelesen werden.

Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts betrug der Anteil alternativer Antriebe bei den neu in den Verkehr gebrachten Personenkraftwagen 3,5 Prozent. Bei den Neuzulassungen im Juli 2017 waren Benziner mit einem Anteil von 56,0 Prozent die häufigste Kraftstoffart, gefolgt von Dieseln, die auf einem Anteil von 40,5 Prozent zurückfielen. Die durchschnittliche CO2-Emission stieg um 0,4 Prozent auf 128,4 g/km. Dazu hat sicher auch der höhere Anteil von Benzinern beigetragen.

Angesichts sinkender Zulassungszahlen neuer Dieselautos liefert sich die Autoindustrie derzeit eine Rabattschlacht, hinter der sich eher eine Abwrackprämie auf Konzernkosten verbirgt. Kritiker sprechen daher auch von einer Verkaufsaktion unter dem Namen „Umwelt“.

VW übertraf seine Konkurrenten mit dem Angebot, Besitzern alter Dieselautos in Deutschland Preisnachlässe von bis zu 10 000 Euro zu gewähren. Das Angebot gilt für beliebige Diesel-Fahrzeuge der Abgasnormen Euro 1 bis Euro 4, die durch einen Euro 6-Neuwagen von VW oder Audi ersetzt werden. Analog dazu bietet auch Audi bis zum Jahresende modellabhängige Prämien bis zu 10.000 Euro. Beim Kauf eines Plug-in-Hybriden verdoppelt Audi zudem den Herstelleranteil am staatlichen Förderprogramm. Porsche gibt Käufern eines Porsche-SUV einen Preisnachlass von 5000 Euro. Daimler bietet den Besitzern alter Dieselfahrzeuge eine Umtauschprämie von 2000 Euro, wenn sie ein neues Mercedes-Benz-Fahrzeug kaufen. Ähnliche Rabatte und Zuschüsse haben auch BMW, Ford, Renault, Peugeot, Citroën und DS und Toyota im Angebot.

Unabhängig von den Rabattprogrammen der Hersteller können Auto-Käufer nach wie vor den Umweltbonus für elektrisch betriebene Fahrzeuge beim BAFA beantragen. Mit so einem Fahrzeug lassen sich auch die drohenden Fahrverbote umgehen.

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